EMS – Die Story

Von den 70er Jahren bis heute
Elektro-Muskel-Stimulation (EMS) erlangte in den letzten Jahren Bekanntheit in der breiten Öffentlichkeit – doch bereits in den 70er Jahren testeten Ärzte EMS mit Erfolg an professionellem Athleten. Im Folgenden fassen wir die Geschichte von EMS kurz zusammen und verraten, was die moderne Wissenschaft sagt.

Die Anfänge von EMS
Ärzte in der Sowjetunion verwendeten EMS Training erstmals in den 70er Jahren – Ziel war vor allem eine Leistungssteigerung von UdSSR-Athleten bei den olympischen Spielen 1976. Vor allem Dr. Kots vom Zentralinstitut für Körperkultur in der UdSSR zeigte durch seine Studien, dass die durch EMS erzeugte Muskelspannungen effizienter als natürliche Kontraktionen sind.

In den folgenden Jahren war es vor allem der kanadische Sprint-Trainer Charlie Francis, der EMS in der westlichen Welt populärer machte. In den 80er Jahren nutzte zudem der deutsche Zahntechniker Karl-Heinz Rippe die EMS Technologie, um die Muskulatur bei Patienten mit Kieferproblemen zu stimulieren – und hatte Erfolg. Für viele gilt Karl-Heinz Rippe als Urvater des EMS Trainings, wie wir es heute kennen.

Das EMS-Ganzkörpertraining
2002 gab es das erste EMS Training für den gesamten Körper. Seitdem wird EMS immer beliebter und schickt sich an, die Fitnessbranche zu revolutionieren. Heute verstehen wir unter EMS ein Training, bei dem niedrige elektrische Impulse durch die Muskeln fließen – beim Easy Motion Skin geschieht das durch Trockenelektroden im Anzug. Dies führt zu Muskelkontraktionen, die dein Training verstärken und verschiedene Muskeln zielgerichtet aktivieren können.

EMS und die moderne Wissenschaft.

Zur Zeit von Dr. Kots in der UdSSR gab es kaum wissenschaftlichen Studien oder Beweise für die Wirkungsweise von EMS. Das hat sich mittlerweile geändert. Eine sechswöchige Studie der Universität Bayreuth zu „GK-EMS gegen Rückenbeschwerden“ zeigte zum Beispiel folgende Ergebnisse:

• Bei 88,7% der Probanden reduzierten sich die Rückenschmerzen.
• Bei 38,8% der Probanden minderten sich die Beschwerden stark.
• 20 Minuten EMS Training sind so wirkungsvoll wie 3 Stunden geführtes Training.
• Die Durchführbarkeit von EMS Training ist 18-mal höher als bei normalen Übungen.

Besonders interessant sind außerdem folgende Beobachtungen der Studie: Bei 75,5% der Probanden verbesserte sich die Stimmung, 69,4% bemerkten eine gestiegene Vitalität und 57,1% der Männer und 85,7% der Frauen registrierten eine bessere Körperstabilität. Die Hälfte der Probanden bemerkte außerdem positive Effekte auf die Körperform und 75,5% fühlten sich nach dem Training entspannter.

Weitere wissenschaftliche Erkenntnisse

• EMS bringt Leistungssportler einen Wettbewerbsvorteil. Fußballspieler aus der Bundesliga verbesserten Geschwindigkeit, Kraft, Lauf- und Sprungleistung nach einem EMS Training schneller als Probanden ohne EMS Training. Gemäß EMS-Forschungen von Andre Filipovic und Dr. Heinz Kleinöder (2013).

• Das EMS-Training verbesserte die Kraft des getesteten Muskelsatzes und brachte in nur vier Wochen eine höhere Leistung von durchschnittlich 29%. Gemäß Untersuchungen von J. Mester, S. Nowak, J. Schmithüsen,
H. Kleinöder und U. Speicher (2008/2009).

• Bemerkenswerte Effekte ergaben sich außerdem bei der Reduzierung des Körperfetts und beim Verbessern von Kraft und Mobilität älterer Menschen. Gemäß EMS-Forschungen von Wolfgang Kemmler und Simon von Stengel (2010 – 2012).

• Die Spitzenkraft von Probanden verbesserte sich über einen Zeitraum von sechs Wochen um 12% und die Ausdauer um 69%. Gemäß Untersuchungen von VATTER, Universität Bayreuth, 2003; Publikation AVM-Verlag München 2010.